Marco Kugel

Aber das Wort Hund bellt ja nicht

Drei Musiker bei der Arbeit. Vorsichtig beginnen Bewegungen, Klänge, steigern sich, werden laut, das Bild gerät in Vibration. Schweißperlen. Wir hören, was wir nicht sehen und sehen, was wir nicht hören. Ein Schnitt, Stille. Wieder ein Fragment, diesmal in Form einer Stimme, die aus dem Leben eines Berufsmusikers erzählt. Dann beginnt die Wiederholung der Form. Der Film seziert ein Ereignis und setzt es im Kino wieder zusammen. Er verengt den Raum, dehnt die Zeit, und ermöglicht dadurch eine intensive Kino-Erfahrung mit dem Free Jazz des Schlippenbach-Trios. Und plötzlich wird das Unsichtbare hörbar und das Fragment gleichbedeutend mit dem Ganzen. Dieser Film ist mehr als ein Musikerportrait. Es ist auch ein Film, der auf radikale Weise von der Übersetzung, der Neuerfindung von Wirklichkeit im Dokumentarfilm handelt.

  • Jahr: 2011
  • Länge: 48 min.
  • Position: Kamera, Ton
  • Regie: Bernd Schoch
  • Festivals:
    Duisburger Filmwoche, ARTE Preis;
    Viennale

Project 01a
Project 01b
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